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Andamanensee

Similan Islands: Thailands beste Tauch- und Schnorchelreviere

Similan Islands fundiert: Saison 2026, E-Ticket, Sail Rock, Schnorcheln, Tauchplätze, Richelieu Rock, Tagestour und Liveaboard ehrlich verglichen.

Similan islands – Reiseführer für Thailand
Foto: Mathias Krumbholz · Lizenz: CC BY-SA 3.0

Die Similan Islands liegen weit draußen in der Andamanensee und wirken geologisch anders als die Kalksteininseln um Krabi. Runde Granitblöcke stapeln sich über hellem Sand, unter Wasser bilden sie Schluchten, Überhänge und Durchgänge. Das Meer kann außergewöhnlich klar sein, doch die Inseln sind kein jederzeit verfügbares Badeziel. Der Nationalpark schließt jedes Jahr während des Monsuns, Besucher benötigen E-Tickets, und einzelne Inseln bleiben aus Naturschutzgründen dauerhaft oder teilweise gesperrt.

Wer von Khao Lak eine Tagestour bucht, erlebt einen langen Speedboat-Tag mit vielen Menschen. Taucher sehen auf einer mehrtägigen Safari wesentlich mehr von den Außenriffen, müssen dafür aber Erfahrung, Budget und Seefestigkeit mitbringen. Dieser Reiseführer erklärt, was die Similans besonders macht, trennt sie geografisch von Richelieu Rock und ordnet Begegnungen mit Mantas oder Walhaien ohne Sichtungsgarantie ein.

Die Similan Islands auf einen Blick

  • Saison 2026: geschlossen vom 15. Mai bis 15. Oktober; Wiederöffnung regulär am 15. Oktober, sofern Wetter und Parkverwaltung zustimmen.
  • Anreise: Tagesboote überwiegend ab Thap Lamu bei Khao Lak; Liveaboards auch ab Phuket.
  • Für Schnorchler: helle Strände und ausgewählte Flachriffe, aber Speedboatbelastung und feste Gruppenprogramme.
  • Für Taucher: Granitlandschaften, Strömung und Außenplätze; Erfahrung ist je nach Site entscheidend.
  • Wichtig: Richelieu Rock gehört zum Mu-Ko-Surin-Nationalpark, nicht zu den Similan-Inseln.

Neun Inseln – oder inzwischen elf?

Der Name Similan leitet sich vom malaiischen Wort für neun ab. Historisch wurden die Inseln von Süden nach Norden nummeriert. Später kamen Koh Bon und Koh Tachai zum Nationalpark, sodass das Schutzgebiet heute elf Hauptinseln umfasst. Touristisch spricht man weiterhin von den „neun Similans“. Nummern, thailändische Namen und englische Bezeichnungen werden von Anbietern nicht immer einheitlich verwendet.

Mehrere Inseln sind für Besucher gesperrt, unter anderem als Brut- und Schutzräume für Meeresschildkröten. Koh Tachai wurde wegen Übernutzung für Landbesuche geschlossen; Tauchzugänge in der Umgebung unterliegen gesonderten Regeln. Ein Nationalparkticket berechtigt nicht zum Betreten jeder Insel. Die Parkverwaltung entscheidet, welche Buchten, Wege und Tauchplätze geöffnet sind.

Warum Granit die Similans einzigartig macht

Während Phi Phi oder Railay von steilem Kalkstein geprägt sind, bestehen die Similans aus Granit. Verwitterung rundete die Felsen zu riesigen Blöcken. Über Wasser rahmen sie Buchten ein; darunter bilden sie Swim-throughs, Kanäle und sandige Flächen. An strömungsexponierten Außenkanten wachsen Fächerkorallen und Weichkorallen, geschützte Bereiche tragen eher Hartkorallen.

Die Lage im offenen Meer bringt bessere Sicht, aber auch Wind, Dünung und Strömung. „Kristallklar“ ist kein Dauerzustand. Plankton kann die Sicht reduzieren und zugleich Großtiere anziehen. Stürme, Erwärmung und Bleiche haben Riffe in vergangenen Jahrzehnten belastet. Der Zustand variiert von Platz zu Platz; alte Werbefotos sind keine ökologische Bestandsaufnahme.

Die Saison ist streng geregelt

Mu Ko Similan und Mu Ko Surin schließen 2026 vom 15. Mai bis 15. Oktober. Die fünfmonatige Pause schützt Gäste vor dem Südwestmonsun und gibt Tierwelt sowie Vegetation Zeit ohne täglichen Bootsverkehr. Die Tourism Authority nennt den 15. Oktober bis 15. Mai als reguläres jährliches Besuchsfenster. Eine Öffnung am Kalenderdatum bleibt vom tatsächlichen Seegang abhängig.

Die Regel ist sinnvoll, weil eine Speedboatfahrt bei hoher Welle gefährlich und ökologischer Betrieb bei Sturm kaum kontrollierbar wäre. Buche keine „private Ausnahme“ während der Schließung. Seriöse Unternehmen fahren dann nicht in den Park. Auch innerhalb der Saison können Behörden einzelne Plätze kurzfristig sperren.

E-Ticket und Passdaten

Der Park nutzt ein E-Ticket-System. Ausländische Besucher müssen dafür Passdaten angeben; der Anbieter organisiert dies häufig im Buchungsprozess. Frage, ob Parkgebühr und Ticket bereits enthalten sind, und sende Dokumente nur über nachvollziehbare, sichere Kanäle. Nimm den Originalpass nicht ungeschützt mit aufs Wasser, sofern Betreiber und Vorschriften eine Kopie erlauben; kläre das vorab.

Kontingente sollen Besuchermengen begrenzen. Ein Anbieter, der ohne bestätigtes Ticket verkauft, ist ein Risiko. Bewahre Buchungsbeleg und Gebührennachweis auf. Die Höhe der Eintritts- und Tauchgebühren kann sich ändern.

Donald Duck Bay und Sail Rock

Ao Kueak auf Koh Similan wird wegen einer Felsform auch Donald Duck Bay genannt. Über der Bucht liegt der große Sail Rock, thailändisch Hin Ruea Bai. Ein kurzer, steiler Aufstieg führt zu einem bekannten Blick über Sand, Granit und blaues Wasser. Der Weg umfasst Treppen, enge Passagen und heiße Felsflächen.

Trage feste Sandalen oder leichte Schuhe, halte beide Hände frei und beachte Gegenverkehr. Mittags heizt sich der Stein stark auf. Der Aussichtspunkt kann bei Nässe oder Andrang geschlossen werden. Klettere nicht über Absperrungen für ein Foto: Granit ist glatt, und unterhalb liegen steile Abbrüche.

Am Strand gibt es zu Stoßzeiten kaum die Einsamkeit, die Werbebilder suggerieren. Boote werden nach Zeitfenstern geführt, dennoch kommen Gruppen zusammen. Nimm den Ort als regulierten Nationalparkstopp wahr und nicht als private Kulisse.

Schnorcheln: bequem heißt nicht risikofrei

Tagestouren kombinieren meist zwei Schnorchelstopps mit Strandzeit. Guides teilen Gruppen nach Schwimmfähigkeit ein. Nach den 2025 veröffentlichten Schutzregeln des thailändischen Meeres- und Küstenressourcenamts müssen Schnorchler Rettungswesten tragen und Abstand zu Korallen halten. Das ist auch für gute Schwimmer verbindlich.

Springe erst auf Anweisung ins Wasser und bleibe innerhalb der markierten Zone. Bootsschrauben, Strömung und Wellen sind größere unmittelbare Risiken als exotische Tiere. Stehe niemals auf Korallen, füttere keine Fische und jage keine Schildkröte für ein Foto. UV-Kleidung reduziert Sonnencreme im Wasser.

Wer nicht sicher schnorchelt, sollte eine Schwimmhilfe und persönliche Betreuung verlangen. Eine volle Gruppe mit nur einem Guide ist kein gutes Angebot. Kinder brauchen korrekt sitzende Westen, nicht bloß eine Erwachsenenweste mit festgezogenem Gurt.

Tauchen an den Similans

East of Eden und West of Eden

Die Namen stehen für unterschiedliche Riffcharaktere an Koh Pa Yu. Je nach Freigabe bieten Ostseiten Korallengärten und moderatere Bedingungen, Westseiten Granit und stärkere Strömung. Parkschließungen einzelner Sites sind möglich. Dein Dive Guide entscheidet anhand von Strömung und Zertifizierung, nicht anhand einer Wunschliste.

Elephant Head Rock

Hin Pusa, international Elephant Head Rock, ist eine Gruppe großer Granitblöcke zwischen Inseln. Unter Wasser führen Kanäle und Swim-throughs durch die Formation. Strömung und Tiefe machen den Platz eher für erfahrene Taucher geeignet. In engen Durchgängen sind gute Tarierung und Abstand zum Fels zwingend. Ein Guide sollte keine unerfahrene Gruppe nur wegen des bekannten Namens hineinführen.

Koh Bon und Mantas

Koh Bon nördlich der klassischen Neunergruppe besitzt einen strömungsexponierten Rücken. Ozeanische Mantas können dort auftreten, unter anderem wenn Plankton und Strömung passen. Häufig genannte Chancen liegen eher in den Monaten Januar bis April, doch es gibt weder eine feste Saison noch Garantie. Taucher warten an Reinigungs- oder Strömungspunkten mit Abstand und blockieren dem Tier nicht den Weg.

Richelieu Rock gehört zu Surin

Richelieu Rock wird in „Similan Liveaboard“-Programmen geführt, liegt aber im Mu-Ko-Surin-Nationalpark. Der hufeisenförmige, weitgehend unterseeische Felsen trägt Weichkorallen und zieht große Fischschwärme an. Strömung, Freiwasser und Tiefen bis ungefähr 30 Meter machen ihn zu einem Platz für zertifizierte Taucher mit passender Erfahrung.

Walhaie und Mantas sind möglich, nicht planbar. Die besten Chancen werden häufig zwischen Februar und April genannt, wenn produktive Strömungen auftreten. Gerade planktonreiches Wasser kann aber schlechtere Sicht bedeuten. Aussagen wie „Walhai fast garantiert“ sind unseriös. Die Qualität von Richelieu Rock liegt auch ohne Großtier in Fischdichte, Makroleben und Korallen.

Walhaie werden nicht berührt, verfolgt oder mit Blitz bedrängt. Halte den vorgeschriebenen Abstand, schwimme nicht vor das Tier und überlasse ihm die Richtung. Ein verantwortungsvoller Guide bricht das Gedränge ab, statt jedem Gast sein Video zu ermöglichen.

Tagestour ab Khao Lak: ehrlich abgewogen

Der typische Tag beginnt sehr früh mit Hoteltransfer zum Thap-Lamu-Pier, Frühstück oder Check-in und einer Speedboatfahrt von ungefähr 75 bis 100 Minuten – bei Welle länger. Es folgen mehrere Stopps, Mittagessen und Rückkehr am späten Nachmittag. Die reine Motorzeit ist beträchtlich.

Vorteile Nachteile
ikonische Landschaft an einem Tag früher Start, lange und laute Fahrt
Schnorcheln ohne Tauchschein fester Gruppentakt, wenig individuelle Zeit
von Khao Lak gut organisiert bei Wellengang körperlich belastend

Für Schwangere, kleine Kinder sowie Menschen mit Rücken-, Nacken- oder Herzproblemen kann ein Speedboat ungeeignet sein. Frage den Anbieter offen und gegebenenfalls ärztlich. Tabletten gegen Seekrankheit machen müde und wirken am besten nach fachlicher Beratung rechtzeitig vor Abfahrt.

Vergleiche Gruppengröße, Sitzplätze, Motorisierung, Westen, Schnorchelbetreuung, Versicherung und Rückzahlung bei Parkschließung. Ein „Early Bird“-Angebot reduziert manche Überschneidungen, kann aber den Besucherandrang nicht auflösen.

Liveaboard: mehr Tauchen, nicht automatisch Luxus

Eine Tauchsafari dauert meist drei bis fünf Nächte, längere Routen verbinden Similan, Koh Bon, Koh Tachai und Richelieu Rock. Dadurch sind drei bis vier Tauchgänge pro Tag möglich. Du erreichst Sites vor oder nach Tagesbooten und kannst Bedingungen flexibel nutzen. Der Preis enthält häufig Unterkunft, Essen, Flaschen und Guide, aber Ausrüstung, Nitrox, Parkgebühren oder Trinkgeld können extra sein.

Kabinen reichen von engen Etagenbetten mit Gemeinschaftsbad bis zu klimatisierten Suiten. Motor- und Generatorgeräusche laufen auch nachts. Prüfe Sicherheitsbriefing, Sauerstoff, Funk, Rettungsinsel, maximale Gruppengröße und Erfahrung der Crew. Eine günstige Safari ohne transparente Notfallausrüstung ist keine Ersparnis.

Mehrere tägliche Tauchgänge erhöhen Stickstoffbelastung und Erschöpfung. Tauche konservativ, trinke genug, lasse Alkohol aus und plane nach dem letzten Tauchgang ausreichend Zeit bis zum Flug. Für Anfänger ist eine Route mit Ausbildung möglich, aber kein Ersatz für ruhige Übung. Wer entspanntes, flaches Training sucht, findet auf Koh Tao häufig passendere Bedingungen.

Surin-Inseln und Moken-Gemeinschaft

Die Surin-Inseln liegen weiter nördlich und besitzen flachere Schnorchelbuchten, Wald sowie Parkunterkünfte. In Ao Bon auf Koh Surin Tai lebt eine Moken-Gemeinschaft. Die Moken sind ein indigenes maritimes Volk mit eigener Sprache und Geschichte. Moderne Grenzziehung, Schutzgebiete und Tourismus beeinflussen ihre Lebensweise.

Ein Dorfbesuch darf kein Menschenzoo sein. Fotografiere Personen erst nach Zustimmung, betrete keine Häuser und kaufe Handwerk direkt, wenn es fair angeboten wird. Touranbieter sollten lokale Regeln erklären und Einnahmen nachvollziehbar teilen. Romantische Etiketten wie „letzte Seenomaden“ ignorieren heutige Rechte, Bildung und politische Herausforderungen.

Welche Alternative passt?

Wenn dir eine lange Speedboatfahrt zu viel ist, bieten die Küste von Khao Lak oder Inseln näher am Festland entspanntere Tage. Für einen breiten Vergleich von Strand- und Tauchzielen hilft unsere Übersicht zu Thailands Inseln. Organisierte Routen und Tauchbausteine findest du unter Thailand-Reisen.

Häufige Fragen zu den Similan Islands

Wann sind die Similan Islands 2026 geschlossen?

Vom 15. Mai bis 15. Oktober 2026. Die reguläre Saison beginnt am 15. Oktober, sofern Wetter und Parkverwaltung die Öffnung zulassen. Kurzfristige Sperrungen bleiben möglich.

Lohnt sich eine Tagestour?

Ja, wenn du seefest bist und die Granitlandschaft unbedingt sehen möchtest. Erwarte einen langen Gruppentag statt einsamer Inselzeit. Für reine Erholung gibt es bequemere Ziele.

Kannst du dort Walhaie sehen?

Mit Glück, besonders an produktiven Außenplätzen wie Richelieu Rock zwischen ungefähr Februar und April. Sichtungen bleiben selten und niemals garantiert. Beim normalen Schnorchelausflug solltest du nicht damit rechnen.

Gehört Richelieu Rock zu den Similans?

Nein. Der Tauchplatz gehört zum Mu-Ko-Surin-Nationalpark. Er wird nur häufig in Liveaboard-Routen zusammen mit Similan und Koh Bon angeboten.

Brauchst du ein E-Ticket?

Ja, der Park nutzt ein E-Ticket-System mit Identitätsdaten. Seriöse Anbieter bestätigen Ticket und enthaltene Gebühren vor Abfahrt. Prüfe den Beleg und bewahre ihn auf.

Ist ein Liveaboard für Anfänger geeignet?

Nur bei einer Route und Betreuung, die zu deinem Ausbildungsstand passen. Viele Sites haben Strömung und Tiefe. Sammle gegebenenfalls vorher Erfahrung und prüfe Gruppengröße sowie Sicherheitsausrüstung.

Fazit: außergewöhnlich, aber nicht bequem

Die Similans verdienen ihren Ruf wegen der Granitlandschaft über und unter Wasser. Zugleich sind sie kein unkomplizierter Strandtag. Saison, E-Ticket, Seegang und Schutzregeln bestimmen den Besuch. Eine gut geführte Tagestour zeigt die Oberfläche; erst ein verantwortungsvoll betriebenes Liveaboard erschließt die Vielfalt der Tauchplätze. Plane ohne Großtiergarantie und behandle jede Sperrung als Schutzmaßnahme, nicht als Hindernis.

Geprüfte Informationsquellen: die aktuelle Darstellung der Tourism Authority of Thailand, die DNP-Information zum E-Ticket und Saisonbetrieb sowie die Korallenschutzregeln des DMCR. Öffnungen, Kontingente, Gebühren und Wetter prüfst du unmittelbar vor Abfahrt.

Naturplanung: Saison und Schutzregeln weiterer Meeresparks vergleicht unser Hub zu den Nationalparks in Thailand.

Unter Wasser: Der Hub Tauchen und Schnorcheln in Thailand ordnet Similan, Surin und beide Meere nach Erfahrung ein.